Management-Entscheidungen zur Kostenrationalisierung belohnt die Börse nicht immer:
Die angekündigte Schließung eines Nokia-Werks in Deutschland (Standortverlagerung trotz guter Geschäftsergebnisse) ließ den Aktienkurs jedenfalls nicht in die Höhe schnellen
Nokia ließ sich ihr Bochumer Werk stark subvensionieren - unter der Auflage bis Ende 2007 eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen zu garantieren.
Trotz mächtiger Gewinnsteigerung (60 % im vierten Quartal 2007) hat der finnische Elektrokonzern zwei Wochen nach Ende der Frist die Schließung des deutschen Werks bekannt gegeben. Die Produktion soll in das Billiglohnland Rumänien verlegt werden.
Eine Managemententscheidung die aufzeigt: Trotz guter Ergebnisse soll weitere Profitsteigerung auf Kosten der Arbeitnehmer erzielt werden. Letztlich geht es hier auch um Aktien – und welche Methoden zur Kurssteigerung angewandt werden. Im konkreten Falle von Nokia hat sich der Prozess vorerst eher negativ auf die Kursentwicklung ausgewirkt. Die Nokia-Kursentwicklung kann hier aufgerufen werden. Für eine seriöse Kursentwicklungsanalyse müßte freilich eine breite Marktfeldanalyse durchgeführt werden.
Faktum ist aber: Das Image von Nokia ist stark angegriffen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: 2.300 fix angestellte Arbeitnehmer würden ihren Job verlieren.
Und nebenbei steigerte Nokia Boss Olli-Pekka Kallasvuo sein Einkommen um das Doppelte: In Zahlen gesprochen 2006 verdiente Kallsvuo “nur” 1,6 Millionen Euro, 2007 3,4 Millionen Euro. Die Gewinne aus seinen Aktionoptionen sind dabei noch nicht berücksichtigt.
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